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Bildnachweis: Gelderblom, Sie waren Bürger der Stadt, S. 73
Stadtrundgang Hameln 1938


".... Die endgültige Antwort auf das jüdische Attentat in Paris wird auf dem Wege der Gesetzgebung bzw. der Verordnung dem Judentum erteilt werden."
J. Goebbels, Deister und Weserzeitung 11.11.1938

Nach dem 9.11.1938 nahmen sich die Verwaltungsorgane im Deutschen Reich verstärkt der bis zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend emotional und von dumpfem Antisemitismus bestimmten 'Judenpolitik' an. Die erklärten Ziele dieser amtlichen Repressionspolitik waren die Forcierung der "freiwilligen" Auswanderung, die vollständige wirtschaftliche Ausschaltung sowie schließlich die restlose Vertreibung der Verbliebenen durch Zwangsdeportation.

In Hameln begann die Stadtverwaltung mit der Umsetzung der Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben und des Gesetzes über Mietverhältnisse mit Juden die jüdischen Bürger systematisch in die gesellschaftliche und wírtschaftliche Isolation zu treiben und damit zur Auswanderung zu drängen, ein Weg den einige jüdische Hamelner beschritten.

Besonderes Interesse zeigten die städtischen Beamten an den Immobilienobjekten der jüdischen Gemeinde. Was die Stadt Hameln für ihre Stadtbaupläne brauchte, nahm sie sich aus dem Besitz der Synagogengemeinde Hameln oder von den jüdischen Bürgern.

Auf dem "Stadtrundgang" wird anhand ausgewählter Beispiele - der Verkauf des Synagogengrundstückes und des Friedhofes sowie der Verdrängung und Liquidation jüdischer Geschäfte und Unternehmen - ein Einblick in die Vorgehensweise der Kommunal- und Finanzbehörden im Zuge der Erfüllung der "gesetzlichen Vorgaben" gegeben.

 

 

 

 

Der Verkauf der Synagoge...

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